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Maria Magdalena

Sie trägt alle Aspekte der weiblichen Energien: Mutter, Geliebte, Meisterin, Priesterin. Sie ist ein physischer Ausdruck der Göttin Isis. Sie öffnet unser Herz für die Liebe, um zu lieben und geliebt zu werden.

Die Kraft des Herzens kennt keine Trennung, sie unterscheidet nicht zwischen hellen und dunklen, guten und schlechten, irdischen und himmlischen Ausdrucksformen des Lebens.

Maria Magdalena hat für uns Menschen eine Kollektivrolle übernommen wie Jesus Christus. Beide sind zu Archetypen in unserer Seele geworden. Magdalena galt als Sünderin, ihre Rolle für das Kollektiv Mensch und die innere Frau sollte sich erst zweitausend Jahre später entschlüsseln, in der Jetzt-Zeit.

Die Kirche hat mit ihren Auslegungen mehrere Abspaltungen im Kollektiv bewirkt: Die Abspaltung der Weiblichkeit von der Männlichkeit und auch die Trennung innerhalb der Weiblichkeit.

Mutter Maria und Maria Magdalena, beide Frau und Göttin wurden unterteilt in „die Heilige“ und „die Hure“.

Die Göttinnenaspekte in ihrer Vielfalt wurden aus den Tempeln entfernt und es wurde nur noch ein Göttinnenaspekt zugelassen in den Heiligen Hallen, Maria, die Muttergöttin. Der andere Teil, die Schöpfung selbst, der Akt der Schöpfung und die Freude daran wurde verdammt und als sündig erklärt.

Wir alle in der westlichen Welt sind Kinder dieses Christentums, „Gralskinder“. Unsere Glaubenssätze über das Leben sind noch fest verknüpft mit dieser Vergangenheit. Doch eine Neue Zeit des Christusbewusstseins auf Erden ist angebrochen und Maria Magdalena im speziellen kommt verstärkt wieder ins Bewusstsein vieler Menschen (wie die Weisse Büffelfrau).

Sie hat in den vielen Jahren der Unterdrückung der weiblichen Aspekte auf der geistigen Ebene weiter gewirkt, meist unerkannt.

Nun haben wir genug Weisheit aus diesen Trennungserfahrungen gesammelt. Unsere Sehnsucht nach der Einheit ist stark. Die Sehnsucht unseres inneren Mannes nach seiner inneren Geliebten ist gross. Nun gilt es, ganz bewusst Göttin und Gott in uns wieder zu vereinen. Dies ist der alchemistische Prozess der Heiligen Hochzeit in uns. Somit kann auch die Heilige Hochzeit mit einem irdischen Mann, einer irdischen Frau, als Gott Göttin verkörpert, auf einer völlig neuen Ebene erfolgen.

Maria Magdalena galt bei den Katharern als Botschafterin und Vermittlerin der ursprünglichen Botschaft des Auferstandenen. Es wird gesagt, dass sie das Buch der Liebe nach Frankreich brachte und ihr Leben seiner Bewahrung widmete.

Heute sind wir bereit, diese Lehren wieder zu empfangen. Die Schulen des Bewusstseins und die des Herzens waren getrennt. Nun darf die Schule der Einheit in uns entstehen.